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Von der Beziehungskrise in die Existenzkrise

rahmen
Michaela gründete gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten 1998 im medizinisch-technischen Bereich. Einer erfolgreichen Lebens- und Arbeitsbeziehung schien nichts im Wege zu stehen.
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Stichworte: Branchen: Handel | Erfahrungsberichte | Familienbetrieb | Geschäftsführer GmbH | Privatkonkurs

Also im nachhinein ist man ja immer klüger. Rückblickend hat alles schon schief begonnen. Ich hatte einen Lebensgefährten und wir kamen beide aus dem medizinisch-technischen Bereich. Und dann haben wir uns gedacht, machen wir uns selbständig. Wir kennen uns in der Branche aus und wir hatten auch wirklich ein gutes Konzept.

1998 haben wir dann die erste GmbH gegründet. Wir haben einen Handel mit hoch spezialisierten technischen Geräten für den medizinischen Bedarf aufgezogen und der lief gleich super an. Für mich gab es nur einen kleinen Wermutstropfen. Es hätte eigentlich unser gemeinsames Projekt und unsere gemeinsame Firma sein sollen. Das Problem war, dass die Familie meines Freundes seine Scheidung noch nicht akzeptiert hatte und sich standhaft weigerte, mich als neue Frau in seinem Leben überhaupt wahrzunehmen. Und gegen die Selbständigkeit waren sie sowieso, angestellt war für sie viel besser.

Also hab nach einigem Hin und Her ich die GmbH und die Geschäftsführung übernommen und er wurde angestellt. Ich sah das damals nur als etwas Formales, für mich änderte sich damit nichts an unserem Plan. Dass er damals nicht dazu bereit war, mit seiner Familie Klartext zu reden, darüber hab ich auch nicht soviel nachgedacht.

Wir haben uns wirklich gut ergänzt. Ich hab die Abwicklung intern gemacht und hab mich ums Personal gekümmert. Er war praktisch der Akquisiteur bei den Kunden und er war wirklich ein guter Vertriebsmann. So hatten wir schnell Erfolg und alles sah recht gut aus.

Weiter zu:

Teil 1: Hohe Umsätze, wenige Kunden
Teil 2: Beziehungsende und erste Konflikte mit Kunden
Teil 3: Der zweite große Kunde will überraschend abspringen
Teil 4: Game over - zu pleite für den Konkurs?
Teil 5: Schadensbegrenzung zum Teil gelungen
 
Dieser Beitrag ist seit 22.02.2006 online und wurde 11.646x gelesen

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