andreas ubell schreibt am 11.11.2008
Guten Tag,
für einen großen Report in einer ORF Sendung zum Thema "Schuldenfallen in Österreich -Privatkonkurs, bzw Konkurs" suchen wir noch Betroffene, die einen Privatkonkurs, Konkurs durchgeführt haben oder gerade dabei sind ihre Misere auf diese Art zu regulieren. Es geht darum Fälle autentisch aufzuzeigen und den Weg in die Schulden zu beschreiben bzw auch den Weg aus den Schulden darzustellen.
Betroffene werden dazu von uns interviewt ...
Wer interesse hat andere zu warnen oder Beispiele von Schuldenfallen beschreiben kann, um andere zu informieren
meldet sich umgehend bei der emailadresse
andreas.ubell@hofpower-tv.at
schneller Kontakt via Telefon für Interessenten 0650 331 71 99
danke
El Shalom schreibt am 11.07.2007
Ein herzliches Hallo!
Vorerst, ein bravo an diese tollen Lebensgeschichten und vorallem ein rießen Dankeschön an euch, da Ihre Menschen in Krisen Mut macht.
Zu mir, ich bin selbst verh. Mutter von 5 Kindern und mittlerweile auch stolze Omi einer 1 Jährigen Enkeltochter.
Als ich 1994 meinen jetzigen Mann kennen lernte war er gerade am Anfang seiner Krise, er hatte 3 Firmen eine davon auch mit seinem Bruder. Für die Selbständigkeit wurden auch Kredite aufgenommen und natürlich das Familienhaus und diverse Sparbücher als Sicherstellung verwendet. Durch einen nicht sehr ehrenhaften Geschäftspartner der Versprechungen machte und so damals 800000 ATS ergaunerte, kam dann alles ins Rollen, den diese Geld wurde damals nicht wie versprochen in eine neue Firma gezahlt sondern für den Konkurs dieses Geschäftspartner verwendet. Da spielte sogar eine Namhafte Bank mit. Eigene Mitarbeiter warnten die Familie mit Anonymen anrufen und mein Mann hatte ein ungutes Gefühl und lehnte sich auch gegen die Familie. Doch das half alles nix. 3 Jahre lang schaffte es mein Mann immer dort zu löschen wo es brannte. 1997 war es dann soweit. Konkurs der Firma und gleich darauf Privatkonkurs. Wir waren am Boden zerstört, meinem Mann hatte man damals den letzten Rest an Selbstbewußtsein genommen. Das lustige dabei ist aber das Telefon, Strom, Gas sofort vor der Tür steht und Kaution möchte, stellt euch das vor wir hatten eh nix außer mein Karenzgeld und die wollten noch Kaution. Wir hatten 4 Schulpflichtige Kinder und ein Baby. Wir schafften auch diese Hürde. 2 Jahre lang zogen sich diese Verfahren. Auch die Gebietskrankenkasse ließ nicht locker, zuletzt kam noch heraus dass die Gebietkrankenkasse im Unrecht war und uns Geld schuldete. Aber wen interessierte das noch? Wir lagen ja eh schon am Boden und alle stiegen noch drauf. Viele Tage schleppten wir uns von einem Tag zum anderen, die Kinder waren immer unsre Hoffnung, sie gaben uns Kraft und Zuversicht. Wir gaben die Wohnung auf und zogen ins Elternhaus um Kosten zu sparen. Ich suchte Arbeit doch mit 5 Kindern war nie meine Qualifikation gefragt sondern fragten mich die meisten, "was machen Sie wenn die Kinder krank sind" im Karenz hatte ich eine Weiterbildungsmöglichkeit gesucht um besser wieder einen Widereinstieg zu schaffen. Das war ein Trugbild wie se sich später herausstellte. Ende 1999 war es mir zu blöd. Ich analysierte, was haben wir noch und was könnte ich zur Not daraus machen. Tja, ein Kundenstock war vorhanden, das Fachwissen meines Mannes und ein kleiner Raum im Haus. Also entschloss ich mich in der Versicherungsbrache als Agent selbständig zu machen. Lustig sind dabei ja die Arbeitsämter, da gibt?s keine Schonzeit oder Begleitung für eine Zeit wenigstens finanziell. Nein, Gewerbeschein lösen, heißt Goooooo!! Geld gestrichen, sie zu wie du über die Runden kommst. Auf jeden Fall gut für die Statistik;-).
Ich suchte damals auch um eine Förderung an, da ich auch den IT Bereich dabei hatte und auch hier ein Gewerbe anmeldete. Ich musste 7 Monate auf das Geld warten. In dieser Zeit gehen viele Unternehmen schon wieder unter, wenn man nicht eine so tolle Familie hat wie wir, wo wirklich zusammengeholfen haben. In dieser Zeit habe ich auch die Gastgewerbekonsession gemacht um die Idee eines Internetcafes eventuell umzusetzen. Wir haben auch einige Konzepte erarbeitet, doch ohne Eigenkapital ist diese unterfangen sinnlos. Ich merkte nach ein bis zwei jähren, das wir immer beschäftigt waren unsren Kundenstock bei diversen Versicherer nachzuwassern, da dieser komischer weise schrumpfte, und wir später dann immer drauf kamen, da die Kunden uns empört anriefen, das der Versicherer seine eigenen Angestellten hin schickte. Ich war unzufrieden, da wir wirklich schon mehr Zeit in Kundensuche als in die Aquisation steckten, da kamen noch alte finanzielle Geschichten dazu und ich merkte das dieses Geschäft mich eher in Krankheit und Ruin bringt als in die finanzielle Unabhängigkeit. Ich suchte nach alternativen, Nebenjobs unteranderem würde ich 2002 fündig im Networkmarketing bereich, damals war mir aber bei Gott noch nicht bewusst das genau diese Schiene mein bzw. unser Weg aus dieser Ausweglosen Situation ist. Ich befasste mich immer mehr mit dieser Branche, ich suchte nach einem soliden Unternehmen, das schon länger am Markt war, Angebote bekam ich genug von Neustartern, doch wusste ich die haben noch keine Erfahrung, daher viel meine Auswahl nach sorgfältiger Prüfung eben auf diese Familienunternhemen und wir waren entschlossen die Versicherungen an den Nagel zu hängen, doch bevor wir uns noch ganz dieser Schiene entledigen konnten, war auch schon der erste Konkursantrag gegen mich da, dieser wurde dann aber mangels Masse abgelehnt. Die zweite Schiene noch nicht so aufgebaut das wir auch Schulden bedienen konnten, da ging das wurschteln wieder weiter. Doch um meine Gewerbeberechtigung habe ich gekämpft und diese habe ich auch noch, wir haben zwar immer noch harte Zeiten doch unser Aufbau dieser Schiene wächst stetig und wir sind in 5 Jahren Schuldenfrei so haben wir es geplant. Wie wir das ganze mental, körperlich und finanziell geschafft haben, möchte ich alles in e-books verfassen, den das würde hier den Rahmen sprengen, gerne helfe ich auch anderen weiter, wenn sie das Gefühl haben im Eck zu stehen und nun entscheiden müssen, mach ich nun weiter oder kauf ich mir am besten einen Strick.......ja auch solche Gedanken quälen einen wenn man so richtig zerstört am Boden liegt und nicht mehr weiß wie es morgen weiter gehen soll. Es gibt immer eine positive Lösung, jedes Problem beinhaltet die Lösung schon in sich. Vielleicht sollten sie auch statt Problem einfach Herausforderung sagen, ja das Leben fordert sie heraus, endlich eine Lösung zu finden. da ich hier leider keine persönlichen Daten angeben darf, frage an die Inhaber dieser Seite, wie kann ich helfen? Nur mit diesem Artikel? Wenn sie möchten sende ich Ihnen gerne meine Daten, wie sie wollen. Auf jeden Fall möchte ich allen sagen die in einer Krise stecken, GEBT NICHT AUF!!
Der Mensch braucht neben Geld auch andere Dinge. Dazu gehören auch die Entdeckung und Entfaltung verborgener Talente, das Streben, seinen Platz im Leben richtig auszufüllen, die Sehnsucht nach Schönheit und die Freude, zum Wohlergehen und Erfolg seiner Mitmenschen beitragen zu können. (Zitatenschatz von Dr. Joseph Murphy)
Viel Erfolg, Licht und Liebe wünscht
El Shalom
christine64 schreibt am 11.04.2007
Ich habe kürzlich von dem Portal erfahren. Ich wolle eine solche Plattform gründen, dann erfuhr ich, das es diese bereits gibt. Ich möchte allen Hoffnung machen, die in einer Krise stecken. Ich hatte damals meinen Astrologen, sonst niemanden ( doch 2 fast erwachsene Kinder, 2 Freundinnen und einen Mann). Ich hatte in 23 jähriger, harter Arbeit mit meinen Mann 4 Firmen ( 3 Industrielle und 1 Hotel ) mit 70 Angestellten aufgebaut. Wir arbeiteten für alle Zulieferfirmen und namhafte Firmen der Automobilindustrie in ganz Europa.
Wir wollten die nächste Investition tätigen und die Bank stellte uns einen Betriebsberater zur Seite, bzw. gab dafür grünes Licht. Wir sollten uns die "Strukturen" eines modernen Industriebetriebes zulegen.
Wir kamen kurzfristig in Schwierigkeiten, weil durch diese Umstrukturierung, Zertifizierung,... eine finanzieller Mehrbedarf von 350.000 ? aufgetreten ist. Gleichzeitig stellten wir einen Mitarbeiter in der Führungscrew ein, der bald von der Bank gewünscht und vom Betriebsberater zum Prokuristen erhoben wurde. Dieser konnte sich so gut bei der Bank verkaufen , sowie mit Hilfe des Bank-Betriebsberaters nahmen diese die willkommenen 350.000 , von der Bank gewollten Mehrinvestition als Tatbestand um mich von der Firma zu verbannen: Ich wurde dem Prokuristen zu unbequem, weil ich seinen Führungsstil nicht akzeptierte: Erpressung: wenn ich nicht ginge, würden die Urlaubsgelder nicht angewiesen.
Ich verließ nach 23 Jahren die Firma. Die Erpressung ging weter. Mein Mann sollte der Bank eine Vollmacht für den Prokuristen unterschreiben, die soweit ging, das sich dieser selbst die Firma um 1 ? verkaufen hätte können. Er war Befehlsempfänger der Bank . Er wollte sich die Firma unter den Nagel reißen. Als mein Mann diese "Erpressung" verweigerte, stellte die Bank die Kredite fällig mit der Hoffnung meinen Mann so in die Knie zwingen zu können. Wir meldeten daraufhin Konkurs an.
Ich glaube an die Gerechtigkeit des Universums. Der Prokurist scheiterte mit seinem Unterfangen, sich die Firma zu klauen, obwohl er bereits nach meinem Ausscheiden meinen Platz eingenommen hatte und meinen Mann als Produktions-Befehlsempfänger dekratiert hatte, daran, dass unser größter Kunde aus loyalen Gründen alle Aufträge unter der neuen Leitung abzog. Somit hatte die Firma keine kurzfristige Überlebenschance.
Nach Konkursanmeldung kamen 2 fürchterliche Jahre mit Exikuter, Gerichtsverfahren, Polizeiprotokolle,....
Am schlimmsten war der Bank-Rechtsanwalt und die Masseverwalterin. Die Erpressungen gingen weiter. Die Masseverwalterin war die Frau eines Bankdirketors dieser Bank. Sie diskriminierte uns in einem 2 stündigen Vernehmungsgespräch und terrorisierte uns über eineinhalb Jahre lang. Wir kamen uns vor wie Verbrecher - für 7 x in der Woche 14 stunden Arbeit. Unsere Kinder können ein Lied davon singen. Unser Leben war zerstört. Im Ort verschmäht und schief angeschaut. Von der Nachrede unserer ehemaligen Mitarbeitern ganz zu schweigen. Es blieb uns gar nichts anderes übrig, als "Vertriebene" die Gegend zu verlassen.
Jetzt nach fast 2 Jahren weiß ich das ich schon lange als Astrologien und als Coach meine Erfüllung finden werde. Ohne dieses Rausschmisses hätte ich den Weg nicht so direkt eingeschlagen. Ich bin zwar immer noch arbeitslos, aber fast fertig meit meiner Ausbildung, habe aber nach einem langen Kampf das kleine Hotel behalten können. Jetzt kämpfe ich ums Überleben. Doch ich habe viel gelernt. Ich kann nun als Coach von Kriesen sprechen da ich sie durchlebt habe. Ich habe es mir zum Ziel gesetzt anderen bei ihren Krisen zu unterstützen, weil jede Krise auch noch ihren Sinn hat. Man muss nur die Größe besitzen es durchzustehen - denn wie tief es auch kam, es ging immer (finanziell und psychisch) weiter. Der Grundsatz meines Mannes war immer: aufgeben tut man einen Brief! Nun bin ich zwar (das 1.Mal in meinem Leben) noch immer arbeitslos, gründe aber wieder, nach Zeiten der Umorientierung, eine kleine Firma. Wir verkaufen nun aus finanziellen Gründen unser Wohnhaus, um das Hotel zu sichern. Leider geht es nicht anders. Aber es geht vorwärts. Das schlimmste war, wenn ich nicht handeln konnte!!! Wie ich nicht wusste was morgen für eine Schauernachricht kommt. Es gab Zeiten der Lähmung. Doch nun kann mir die Masseverwalterin nichts mehr Neues antun. Sie hatte ihre Chance. Nun kommt meine, denn eine Krise dauert ca. 2 bis 2 1/2 Jahre. Die sind Ende des Jahres vorbei. Und 2008 starte ich wieder durch. Nur anders. Ohne blindes Vertrauen. Mit Vorraussicht für die Wichtigen Dinge. Mit mehr Überblick und Controlling. Mein Mann und ich waren Macher, nun sind wir ständig bemüht vorrausschauend alles Wichtige zu planen und danach zu handeln. Ich werde mich nie wieder einer Bank verpflichten oder blind vertrauen. Dies war eine wichtige Lernerfahrung auf meinen Weg. Und dazu gehört auch ein vorübergehendes "Scheitern".
Ich möchte allen scheiternden den Mut machen, ihr Scheitern als einen Meilenstein ihres Lebens zu sehen und den Sinn dahinter zufinden um etwas wichtiges dabei zu lernen. Das was für sein Leben zu lernen gint. Und das ist bei jedem etwas anderes.
Unbekannt schreibt am 29.12.2005
Sehr geehrte Damen und Herren.
Ich finde es toll das es Menschen wie sie gibt in dieser unsererer heutigen Gesellschaft, wo du bei jeden Auftrag schon Angst haben musst ob dieser Mensch überhaubt zahlen kann.
Bzgl Selbstständig habe ich allerdings eine andere Einstellung. Für mich heisst selbstständig das zu machen was ich gut kann und auch gerne mache, Ich habe dabei überhaupt kein Problem, das ich Verantwortung übernehme, denn das muß ich als Angestellter od. Arbeiter auch. Und bzgl. Selbst arbeiten, ist ja normal, was soll sich da ändern, und bzgl. Ständig: Wenn ich es nicht ändere , das ich ständig arbeite, wer soll es dan ändern. (kl. Sprichwort: Sinn des Lebens: etwas, das keiner genau weiß. Jedenfalls hat es wenig Sinn, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein) und wenn wir uns heute umschauen wie schnell unsere Gesellschaft und unser Leben geworden ist, ist es vielleicht manchmal Zeit , das man sich Zeit für sich nimmt und den nächsten Tag um so besser und motivierter beginnt.
Alles Gute
Juliasabine@hotmail.com schreibt am 07.11.2005
Ich bin heute 45 Jahre jung. Mein Mann und ich hatten uns 1986 selbstständig gemacht. Selbstständig-ist und war für uns immer der Begriff-Selbst und ständig zu arbeiten. Wir hatten ein Einzelhandelsgeschäft. Zum Überleben zuwenig zum sterben zuviel. Es gelang uns 1996 das Geschäft das Geschäft zu verkaufen.
Was wußten wir nicht? Man muß sich das leisten können ein Geschäft zu verkaufen. Es blieben uns jedoch 2Millionen Schilling übrig. Schlafloste Nächte!! Sparen,arbeiten,sparen und arbeiten. Jetzt nach fast 10 Jahren haben wir es geschafft uns eine neue Existenz aufzubauen. Unsere Schulden haben wir bezahlt. Wir sind sehr froh, dass wir nicht in den Konkurs gegangen sind. Vielleicht zählt das heute nicht mehr so, aber für uns als Ehepaar ist es sehr wichtig.
Nach 15 Jahren ohne Urlaub,werden wir uns jetzt einen gönnen:)
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