Leben mit der Krise
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Kommentare: Kann ich erkennen, ob sich eine Krise anbahnt

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bert schreibt am 05.03.2006

Was ist Zwangsausgleich. Bei mir in etwa gleich Situation.

Maria schreibt am 04.03.2006

Mein Freund hat vor kurzem Konkurs angemeldet. Das letzte halbe Jahr konnte ich ihm in seiner Firma helfen, aber das mit den Aufträgen , Zahlungen und Leasingraten geriet immer mehr außer Kontrolle. Er vergrub sich immer mehr im Büro und war ständig mit dem Auto unterwegs, hatte das Handy nicht eingeschaltet, wollte einfach in Ruhe gelassen werden. Seit das Konkursverfahren eröffnet ist ist er wieder gesprächiger geworden.
Probleme bereiten uns jetzt aber meine Eltern, die mit diese Schande nicht umgehen können, und mich von meinem Freund mit allen möglichen Mitteln trennen wollen, sie drohen mit Entmündigung ( sehr vermögend und ich bin ihre einzige Tochter)
Seine Eltern und Großeltern versuchen uns mit allen Mittel und Kraft beizustehen. Das gibt mir die nötige Kraft, um auch meinem Freund so gut als möglich zu Helfen.
Gerade in dieser schwierigen Zeit erkennt man seine wahren Freunde.
Ich wünsche allen jenen die ebenfalls in einer ähnlich schwierigen Krise stecken, die nötige Kraft und Energie diese Zeit zu meistern.

Thomas schreibt am 21.05.2005

Ja. Die Ursache ist lange nicht erkennbar. Aber Symptome und Auswirkungen wie partnerschaftl. Untreue, ausufernder Lebensstil, Oberflächlichkeit, permanente Unruhe, mögl. Reizbarkeit bzw. Ungeduld sind Dinge die bei mir die Anzeichen waren. Meine Partnerin hat sehr viel mit mir mitgemacht! Stress, Tränen, Schulden, noch mehr Schulden, mit kleinem Kind zu Hause und Exekutor kommt, keine Lebensqualität mehr, Leasing Auto Einzug, einen 2 Jahre dauernden Kampf um einen drohenden Konkurs abzuwenden uvm. Ergebnis: Konkursverfahren. Zum Glück durch Zwangsausgleich alles regeln können und obwohl es ein Wunder ist - meine Frau ist noch immer bei mir. Wünsche allen die auf eine ähnliche Krise zusteuern, die Kraft das gemeinsam durchzustehen. Ohne den familiären Rückhalt hätte ich es so nicht geschafft. Und wenn ich früher gewusst hätte wie "erlösend" ein Konursverfahren ist, hätte ich das bereits 2 Jahre vorher gemacht und mir viele graue Haare erspart..!!!!

Uwe (D) schreibt am 03.05.2005

Als Berater speziell für kleine Unternehmen (0-9 Mitarbeiter) erlebe ich Situationen wie die hier geschilderten immer wieder, denn meist ist es 2 vor 12 wenn man mich holt. Die Liquidität ist am Ende und viel versprechende Aufträge bleiben aus.
Die Gespräche, die ich mit diesen Unternehmern führe, werden, wenn keine Zusammenarbeit zustande kommt, anonym dokumentiert und ausgewertet. Aus diesen Angaben lässt sich ein klares Ergebnis feststellen: Es gab zu 95% keine Entscheidungsgrundlagen. Auch nicht die um rechtzeitig aufzuhören.
Entscheidungsgrundlagen bestehen in erster Linie aus objektiven Merkmalen (Fakten) und erst danach auch aus subjektiven Bedingungen (Gefühl / Bauch / Emotion). Durch die gewichtete Verknüpfung von Beidem wird daraus eine echte Hilfe, die nicht nur dem Unternehmer sondern meist auch seiner Familie nütz. Das Herstellen solcher Grundlagen und Entscheidungshilfen ist nicht schwer, man braucht auch nicht unbedingt einen Berater dazu, aber es erfordert ungemein viel Disziplin mit sich selbst. Ich möchte aus Erfahrung jedem Unternehmer den Mut machen konsequent und mit Disziplin durchzuhalten. Die Erfolgsquote zeigt mir, dass es sich in den allermeisten Fällen lohnt. Und das lag nicht an mir als Berater, sondern einzig und allein am Unternehmer selbst.
Ich wünsche jedem, der in einer solch schwierigen Phase ist, von Herzen viel Mut und Kraft.

Christa schreibt am 29.04.2005

Mein Gatte und ich haben in 15 Jahren einen Handwerksbetrieb mit 10 Mitarbeitern aufgebaut. In den letzten 2 Jahren hat mein Gatte nochmals sehr hohe Investitonen getätigt. Ich war eigentlich dagegen, konnte jedoch nichts verhindern. Mitunterschrieben habe ich jedoch bei keinem Kredit. Jetzt läuft das Geschäft trotz höchsten persönlichen Bemühungen mehr schlecht als Recht. Die hohen Kreditraten machen uns sehr zu schaffen. Ich hatte damals aus Sorge um die Zukunft auch schon psychische Probleme und nehme heute noch Tabletten ein, damit ich die Situation leichter nehme. Ich will auf keinen Fall mehr für irgendetwas bürgen in Zukunft, was nie meinem Geschäftsdenken entsprochen hat. Es leidet aber darunter auch unser langjährige Ehe (25 J.)sehr. Manchmal wünsche ich mir es würde irgendetwas passieren, dass ich aus dieser Situation erlöst würde.
Das Privatleben wird durch finanzielle Sorgen schwer gestört.
Ich rate niemanden zu Selbständigkeit, denn da wird eine Ehe noch weit mehr auf den Prüfstand gestellt , als als unselbständig Erwerbstätige.

Christian schreibt am 08.03.2005

Ich kann nur alle warnen (aus eigener Erfahrung ), wenn nichts mehr geht, rechtzeitig Konkurs anmelden, sonst wird alles nur noch schlimmer. Es ist keine Schande zu zugeben es nicht geschafft zu haben. Der sch... falsche Stolz, bringt einem nicht nur in wirtschaftliche Nöte, sondern auch in den sozialen Abgrund und sogar ins Kriminal. Denn, aus zebrochenen Steinen entsteht wieder ein Haus.

Helga schreibt am 30.07.2004

Seit Jahren warne ich meinen Lebenspartner vor der finanziellen Krise. Genützt hats nichts! Freunde/Bekannte benutzen Maschinen, entnehmen Material und warnen meinen Partner vor mir. Es scheint denen sehr unangenehm, dass einmal Kontrolle da ist. Für deren Geschmack weis ich zu viel v. Betrieb. Seit drei Jahren weise ich auf Mißstände hin. Vorschläge f. Sanierung und dazugehörige Sanierungspläne habe ich vorgelegt......Einen Freund meines Partners um Hilfe gebeten. Antwort: Das geht DICH gar nichts an, es ist Sache vom S.. und seiner Tussi (Sekr.).
Krise ja, aber nichts zu machen, mein Partner fürchtet die Folgen durch seine Sekr. bei deren event. Kündigung. Was und wieviel seit Bestand d.Betriebes von beiden veruntreut wurde, lässt sich event.d. Betrugsdezernat feststellen. Ansonsten..............Konkurs und Schulden - im Moment -? 58.000,--.

"Luisa" schreibt am 26.05.2004

Wenn man weiß, daß man alles gemacht hat, was kaufmännisch und menschlich möglich ist, und vcom Staat und den Medien alles gatan wird, daß der Konsument Angst hat und sein Geld zurück hält oder gar durch eine große Arbeitslosenquote gar kein Geld mehr zur Verfügung hat...kurz, wenn das System am Boden liegt, dann gibt es kaum eine wirkliche Hilfe.
Wenn die Tageseinnahmen gegen "0"
laufen und keine Ende in Aussicht ist, der Unternehmer noch nicht einmal arbeitsölos gemeldet werden kann.....?
Was dann?
Keine Ahnung.......?????

tochter schreibt am 04.04.2004

als lebenspartner eines insolventen hat man es zweifellos nicht einfach, aber trotzdem immer die moeglichkeit zu gehen.

die moeglichkeit der "ent-verwandschaftung" gibt es nicht. es waere sehr hilfreich, wenn fuer die "echten" familienmiglieder auch hilfestellung geleistet wird.

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