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Liquiditätskrise - einige Sofortmaßnahmen

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Steht die Liquiditätskrise schon vor der Tür, dann ist rasches Handeln notwendig.
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Stichworte: Liquiditätskrise | Krisenmanagement

In der Regel fällt die Liquiditätskrise jedoch nicht vom Himmel. Eine ernsthafte Ursachenforschung wird Ihnen daher nicht erspart bleiben. Auch nicht eine spürbare Kurskorrektur.

Oberstes Gebot: Sicherung der Zahlungsfähigkeit

Sie müssen flüssig sein oder es so rasch wie möglich wieder werden. Aktiva wie zum Beispiel Immobilien oder Anlagen zu Geld zu machen, dauert seine Zeit - vor allem wenn man nicht unter Wert verkaufen will.

Ausgaben senken - Einnahmen erhöhen - Zeit gewinnen

  • Außenstände überprüfen und mit Nachdruck eintreiben.
  • Mit den wichtigsten Lieferanten sprechen - Zeit gewinnen.
  • Überprüfen, welche Ausgaben reduziert werden können - nicht nur im Unternehmen, auch in Ihrem persönlichen Lebensstil.
  • Nicht dringende Investitionen verschieben.
  • Möglichkeiten überprüfen, Eigenkapital oder langfristiges Fremdkapital nachzuschießen.
  • Der schwierigste Punkt ist das Gespräch mit der Bank. Bekanntlich bekommt man einen Kredit am leichtesten, wenn man ihn nicht braucht. Aber vielleicht haben Sie Investitionen über das Kontokorrentkonto finanziert. Dann gehören diese jedenfalls auf einen längerfristigen Kredit umgeschuldet.
  • Alle verfügbaren Kräfte in den Vertrieb. Dabei zuerst Stammkunden mit guter Zahlungsmoral adressieren, erst dann in die Akquisition von Neukunden Zeit und - sofern noch vorhanden - Geld investieren.
  • Auf Kernkompetenzen konzentrieren - es ist nicht die Zeit für Experimente.
  • Sind Ihre Mitarbeiter/innen alle voll ausgelastet? Wenn es freie Kapazitäten gibt, dann überlegen Sie, wie Sie diese zur Verbesserung des Kundenservice einsetzen können.

Sie haben Mitarbeiter/innen?

Dann binden Sie diese ein. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter/innen,
  • wo gespart werden könnte - sie wissen oft ganz gut Bescheid über unnütze Ausgaben. Sie selbst sollten nicht gleichzeitig mit dem neuen Sportcabrio vorfahren!
  • wie die bestehende Produkt- oder Dienstleistungspalette "aufgefettet" werden könnte um sie besonders für die Stammkunden attraktiver zu gestalten.
  • wie der Kundenservice verbessert werden kann.
Sie werden Ihre Mitarbeiter/innen nur zur Zusammenarbeit motivieren können, wenn ihnen signalisiert wird,
  • dass alles zum Erhalt ihres Arbeitsplatzes getan wird,
  • dass die Lage zwar ernst aber nicht hoffnungslos ist.
Andernfalls werden sie sich rasch nach einem anderen Job umsehen - und die Besten gehen zuerst.
 
Dieser Beitrag ist seit 13.08.2003 online und wurde 10.943x gelesen

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