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Armut ist relativ

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Ergebnisse zu Armut und Armutsgefährdung in Österreich aus dem Sozialbericht des BMSG
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Stichworte: Einkommen Selbständige | Statistiken | Studien

Wer ist armutsgefährdet?

Armutsgefährdung wird in Relation zum mittleren Einkommen der Bevölkerung eines Landes gemessen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Haushaltsgröße. Für die Armutsgefährdung in Österreich gelten folgende Schwellenwerte:

HaushaltstypEuro/ JahrEuro/ Monat
Einpersonenhaushalt9.425785
1 Erwachsener und 1 Kind12.2521.021
2 Erwachsene14.1371.178
2 Erwachsene und 1 Kind16.9651.414
2 Erwachsene und 2 Kinder19.7921.649
2 Erwachsene und 3 Kinder22.6201.885

Schwellenwerte und subjektive Wahrnehmung

Armut kann nicht nur über niedriges Einkommen definiert werden, da die Kostenstrukturen und Lebenslagen sich von Haushalt zu Haushalt sehr unterscheiden können. Daher wurde in dem Bericht auch die subjektive Wahrnehmung der Betroffenen hinterfragt. Demnach

  • empfinden beispielsweise 71% der Armutsgefährdeten ihr Haushaltseinkommen als nicht ausreichend;
  • wird im ländlichen Bereich die Einkommensarmut als weniger drückend empfunden als im städtischen;
  • berichten 12% jener Haushalte, die als nicht armutsgefährdet eingestuft wurden, dass sie mit ihren finanziellen Mitteln nicht auskommen können - in Wien beträgt dieser Anteil 20%.

Erwerbsarbeit und Armutsgefährdung

Stark negativ wirkt sich unregelmäßige Beschäftigung - besonders im Zusammenhang mit freien Dienstverträgen und Werkverträgen - aus. Nachdem diese Formen der Arbeitsverhältnisse im Steigen begriffen sind, steht zu befürchten, dass immer mehr Menschen die beschriebenen Schwellenwerte unterschreiten werden.

Leider enthält der Bericht hinsichtlich der Formen der Erwerbsarbeit und Armutsgefährdung keine weiteren differenzierten Ausführungen.

Quelle: Bericht über die soziale Lage 2003 - 2004 des BMSG
Datum: 08.02.2005

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