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Krisenfest in die Selbständigkeit

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Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass es Selbständige gibt, die sich nach jeder Niederlage wieder aufrappeln während andere am Boden liegen bleiben? Hier erfahren Sie, was krisenfeste Persönlichkeiten auszeichnet.
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Stichworte: Kleine Unternehmen | Krisenmanagement | Networking | Persönlichkeitsentwicklung | Unternehmensgründung | Ziele definieren

Jede unternehmerische Erfolgsstory enthält auch Kapitel erfolgreicher Krisenbewältigung. Gerade die Krisenfestigkeit eines kleinen Unternehmens - und erst recht eines Ein-Personen-Unternehmens - ist eng an die Krisenfestigkeit der dahinter stehenden Unternehmerpersönlichkeit gekoppelt.

Was aber macht eine krisenfeste Unternehmerpersönlichkeit aus? Resilienz (Widerstandsfähigkeit) bezeichnet die Fähigkeit eines Menschen, sich trotz widriger Umstände und Niederlagen wieder zu fangen und aufzurichten. Die Forschung hat sieben Säulen der Resilienz identifiziert.

Optimismus

Für resiliente Optimisten gehören Krisen und Niederlagen zum Leben, sind punktuell und werden früher oder später überwunden. Sie sind sich ihrer Schwachstellen bewusst und entwickeln Strategien, wie sie ihre Schwächen ausgleichen können. Fehlschläge werden nicht persönlich genommen und grundsätzlich verfügen sie über eine positive Weltsicht.

Akzeptanz

Resiliente Menschen können klar erkennen, wo ihr Einflussbereich endet und akzeptieren diese Grenzen. Sie konzentrieren sich darauf, ihren Einflussbereich optimal zu nützen und reiben sich nicht im Kampf gegen Unabänderliches auf. Akzeptanz bedeutet auch Akzeptanz der eigenen Person mit all ihren Facetten und damit ein fundiertes Selbstwertgefühl.

Lösungsorientierung

Damit verbunden sind Offenheit für neue Ideen und ungewohnte Perspektiven. Lösungsorientierte Unternehmer/innen überlegen nicht „Wer hat recht?“ oder „Was ist richtig?“, sondern ihre Fragen lauten z.B. „Was könnte funktionieren“ oder „Wie könnte es funktionieren“. Schwarz-Weiß-Denken liegt ihnen fern und sie trachten danach, möglichst viele Optionen zu entwickeln. Lösungsorientierung braucht auch die Fähigkeit des Loslassens, sich von Traditionen oder Ideen verabschieden zu können.

Selbstregulierung

Dazu gehören besonders die Fähigkeiten der Selbstmotivierung, der Selbstdisziplin und der Stressbewältigung. Diese Fähigkeiten beziehen sich darauf, wie Menschen mit Gemütsverfassungen und Gefühlszuständen umgehen können. Resiliente Menschen können ihre Stimmungen und Impulse steuern, ohne sie zu unterdrücken.

Übernahme von Verantwortung – Handlungskontrolle

Krisenfeste Menschen leben in der Überzeugung, persönliche Kontrolle über ihr Leben und Schaffen zu haben. Sie sehen sich als Gestalter und nicht als abhängig von äußeren Bedingungen oder von Erwartungshaltungen anderer Menschen. Wenn sie mit Fehlern oder Rückschlägen konfrontiert werden, filtern sie jene Faktoren heraus, die sie beeinflussen und daher ändern können. Sie suchen aktiv nach Möglichkeiten, ihren Gestaltungsspielraum (wieder) auszubauen und sind pro-aktiv orientiert.

Netzwerke

Resiliente Unternehmer/innen wollen nicht alles alleine bewältigen. Sie schaffen sich unterschiedliche Stützstrukturen, auf die sie zurückgreifen können. Sie bauen dauerhafte Beziehungen zu Menschen auf, die sie unterstützen. Dabei achten sie auf Gegenseitigkeit: Sie sind ihrerseits dazu bereit, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in ihr Umfeld einzubringen.

Zukunftsorientierung

Die Entwicklung klarer Zukunftsbilder schließlich ist die letzte der sieben Säulen. Krisenfeste Unternehmer/innen haben eine langfristige Orientierung und eine klare Vorstellung darüber, was für sie in ihrem Leben und für das Unternehmen wichtig ist. Entlang dieser Prioritäten entscheiden sie, wofür es sich wirklich lohnt, sich anzustrengen.

Krisen lassen sich nicht immer vermeiden...

Sie überlegen gerade den Schritt in Richtung Selbständigkeit? Dann sollten Sie auch Ihre Krisenfestigkeit überprüfen denn Krisen können nicht immer vermieden werden. Resiliente Unternehmer/innen erleben Krisen wie alle anderen auch. Sie verzweifeln jedoch nicht daran, sondern nutzen sie zur Weiterentwicklung.

 
Dieser Beitrag ist seit 23.09.2009 online und wurde 2.246x gelesen

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