Leben mit der Krise
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Hinfallen ist keine Schande ...

Michael eröffnete 1990 ein kleines Beisl.
"Hinfallen ist keine Schande, liegen bleiben schon". Diesen Satz hatte ihm ein Freund gesagt, als er 1999 Konkurs anmelden muss

Stichworte: Branchen: Gastronomie | Erfahrungsberichte | Exekution | Familienbetrieb | Konkursantrag | Teamgründung | Unsicherheit

Eigentlich bin ich ja verkrachter Student, und irgendwann in der Gastronomie hängen geblieben. Ich hatte dann bis 1990 in einem Lokal als Kellner gearbeitet, meine Lebensgefährtin dort in der Küche. Bis dahin hatte ich ein sehr gutes Leben, viel Arbeit zwar, aber auch gutes Geld. Das Lokal ging sehr gut, es wurde schließlich verkauft. Wir merkten nach der Übernahme bald, dass es langsam den Bach runterging, und da wollten wir nicht mitschwimmen.

Ich hab mich ein bissl umgschaut nach einem anderen Job und hab nichts Gescheites gefunden. Mit der Selbständigkeit hab ich schon sehr lange in Gedanken gespielt, also das war nicht irgend so eine hauruck-Geschichte. Als Kellner wollte ich an und für sich nicht alt werden und ich war in dem Alter, in dem man das machen kann.

Und dann haben wir das Lokal gefunden. Vom Stil und vom Flair ist es mir im Grunde entgegen gekommen ist. Nichts Hochgestochenes aber ordentliche Küche und gutes Publikum, obwohl die Gegend an sich eher problematisch war. Ich hab mir das sehr genau angeschaut und lange überlegt.

Wir haben eine Gmbh gegründet weil ja keiner von uns beiden einen Gewerbeschein hatte. Ums kaufmännische im groben Bereich hab ich mich schon gekümmert, aber im Detail die Bettina, das heisst, sie hat die ganzen buchhalterischen Arbeiten gemacht. Wir glaubten damals auch, dass wir einen guten Steuerberater hatten, im nachhinein muss man sagen, das war eher ein Schuss in den Ofen. Aber da sind wir erst im Laufe der Zeit draufgekommen.

Weiterlesen:

Kap. 1: Hinfallen ist keine Schande ...

Kap. 2: Ein Beinahe-Familienbetrieb und die ersten Probleme

Kap. 3: Das zweite Standbein und von nun an ging es bergab

Kap. 4: Festhalten an jedem Strohhalm

Kap. 5: Status, Versagen und Verhandeln: Beim ersten Mal ist es dir noch peinl

Kap. 6: Die Befreiung

Kap. 7: Das Leben danach

Online seit: 29.07.2003

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