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Krise oder Insolvenz?

Zu viele Unternehmer stufen die Situation als Krise und nicht als Insolvenz ein.

Stichworte: Insolvenz | Insolvenzursachen | Liquiditätskrise | Sanierungskonzept

Das Zentrum für Insolvenz und Sanierung an der Universität Mannheim (ZIS) hat gemeinsam mit der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG 2009 eine Studie zu den Gründen für Unternehmensinsolvenzen aus Sicht von Insolvenzverwaltern durchgeführt. Befragt wurden 109 Insolvenzverwalter in Deutschland.

Abwehr, Angst und wenig Vertrauen

Die Befragung ergab, dass 95% der Insolvenzverwalter die Angst vor Bloßstellung im Bekanntenkries als einen Grund einschätzen, die Insolvenz zu verzögern. Unternehmer hegen die Hoffnung, dass es "irgendwie wieder aufwärts gehen wird". Wenig überraschend neigen sie dazu, die Situation zu lange als Krise einzustufen, und sie nicht als Insolvenz zu erkennen bzw. anzuerkennen.

Eine weitere Barriere für eine rechtzeitige Antragstellung stellt nach Ansicht der Insolvenzverwalter fehlendes Wissen über das Insolvenzverfahren bzw. über das Insolvenzplanverfahren dar. Es mangelt aber nicht nur an Kenntnis, sondern auch an Vertrauen: 77% der Insolvenzverwalter sagen, dass Insolvenzanträge zu spät gestellt werden weil Unternehmern das Vertrauen in das Verfahren fehle.

Verpasste Chancen zur Sanierung

56% der befragten Insolvenzverwalter rechnen im "typischen Fall" damit, dass das Unternehmen saniert werden könnte. Aufgrund verspäteter Antragstellung werden jedoch Chancen zur Sanierung häufig verpasst.

Quelle: Zentrum für Insolvenz und Sanierung - Uni Mannheim

Online seit: 26.10.2009

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